Pfarrers Kinder - Punks, Politiker und Philosophen

Freitag, 19. Mai 2017, 19 Uhr

Reihe Kino im Quartier

Dokumentarfilm von Angela Zumpe, D 2016

 

Der etwas andere Blick auf die »ideale Familie« seit Luther Im deutschen Pfarrhaus ist Martin Luther neben Jesus Christus der zweite Säulenheilige. Evangelische Pastoren – die „Hirten“ – sollten nach dem Willen der Reformatoren ihre Schafe seelsorgerisch und erzieherisch zugleich betreuen, auf dass die Welt gebildeter und sittsamer werde: mit der eigenen Familie und dem Pfarrhaus als beständigem Modellversuch. Ist von alledem nur ein „Erinnerungsort“
der deutschen Kulturgeschichte geblieben, eine „Hall of Fame“ von Gelehrten, Schriftstellerinnen und Philosophen?

Die Erwartungen einer Kirchengemeinde an eine Pfarrerstochter in den 60ern ist leicht zu benennen: Weniger frech als ihre Freundinnen hatte sie zu sein, weniger lustig und weniger egoistisch. Hier waren Spannungen vorprogrammiert. Die Filmemacherin Angela Zumpe beginnt ihre Erzählung aus der Perspektive der pubertierenden 16 Jährigen und den alten Super-8-Filmen aus dieser Zeit, um ihre eigenen Erfahrungen dann im Gespräch mit anderen Pfarrerskindern zu vergleichen: Die einen hat die Berufswahl ins Pfarrhaus zurückgeführt, andere haben sich weit davon entfernt.


Der Film fragt, wie es im Pfarrhaus heute aussieht, in traditionellen oder veränderten Familienkonstellationen. Pfarrerskinder geben Auskunft über ihre Jugend, über Privileg, Last und nicht zuletzt Nachwirkung dieser Herkunft in den eigenen Lebensläufen.

 

Produktion: MiriquidiFilm Michael Geidel
paste up production Angela Zumpe

 

Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.

 

gefördert von

 

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