KulturFestival 2018




Samstag, 18. August 2018


SA 13:00 Uhr: Eröffnung

Eröffnung des KulturFestivals einschließlich Ausstellung, Filmprogramm und Barbetrieb

Anschliessend: Quartier im Wandel - forum

  • Der Rudolfplatz – Eine Zeitreise (Dieter Otto)
  • Umgestaltung 2018
  • Stadtteilentwicklung

SA 14:30 Uhr: Urban Groove Trio

Worldjazz / eigene Kompositionen / Standards

 

Paul Schwingenschlögl (A) Trumpet & Flügelhorn | Horst Nonnenmacher (D)  Kontrabass | Andreas Brunn (D) E-Gitarre & 7 saitige Akustikgitarre

Das URBAN GROOVE TRIO spielt eigenständige Kompositionen, welche sich vieler Weltmusikelemente bedienen und dabei Jazzy & Funky klingen. Weiterhin werden ausgewählte Standards neu beleuchtet. Dabei entsteht ein urbaner World-Jazz, welcher den Sound Berlins mit verschiedenen Klangwelten geschmackvoll verbindet. Alle Mitglieder des Ensembles kamen in den 80ern nach Berlin und sind bekannte und engagierte Spieler der Berliner Jazz-Szene. 

 

Andreas Brunn studierte an der renommierten Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar. Er verbindet  Stilistiken aus dem Jazz mit den ungeradzahligen Metren des Balkans sowie Finger- und Plektrumtechniken und spielte u.a. mit Hans Hartmann, Petri Hakala, Stoyan Yankoulov, Ateshan Husseinov, Uli Bartel, Mack Goldsbury und Ferenc Snetberger Auf der siebensaitigen Gitarre setzt er die zusätzliche Baßsaite in variablen Stimmungen ein. Andreas Brunn gewann den 1. Preis des Gitarrenkompositionswettbewerbs "Open Strings" des Fachmagazin AKUSTIKGitarre.  

 

Der bekannte Bassist Horst Nonnenmacher studierte zwischen 1984 und 1989 klassischen Kontrabass an der Hochschule der Künste und spielte u.a. mit Sam Rivers, Alexander von Schlippenbach, Jim Black, Paul Bley, Yves Robert, Mircea Tiberian, Elliott Sharp oder David Tronzo. Bekannt wurde er als Gründungsmitglied der Association Urbanétique. Später war er Mitglied von Hannes Zerbes Quartett Bukolik, des Composers Orchestra Berlin und des Modern Klezmer Quartett sowie der Gruppe BalkaNova. 

Der österreichische Trompeter Paul Schwingenschlögl lebte als Austauschschüler einige Jahre an der Walt Whitman High School in Bethesda, Maryland. Tägliche Proben mit der High School Big Band, die unter anderem als Vorgruppe für die Buddy Rich Big Band auftrat waren ein intensiver Startpunkt für seine musikalische Entwicklung. Er spielte mit bekannten Größen der DDR Jazzszene wie Johannes Bauer, Ernst-Ludwig Petrowsky, Helmut Forsthoff und Joe Sachse genauso wie mit einigen französischen Musikern wie Jean-Jacques Avenel, Jean-Louis Méchali und Malo Vallois. Er leitet das 12-köpfigen Orchester Counterblast, mit dem er unter anderem beim InnTOENE-Jazzfestival in Österreich zu hören war. 

 

PRESSE:

Fachmagazin Jazzpodium (Alexander Schmitz): „Andreas Brunn ist ein engagierter Gitarrist und Komponist, ein aktiver Brückenbauer. … „Perpetuum five“ kommt als elektrifizierter Postbop, griffiger, eckiger, kantiger, böser, wütender, jazziger. Oder man nehme „East Side Gallery Story“ als die Story eines Musikers, welcher sich prima in der Welt zurechtfinden könnte, stattdessen aber die Lasten (zeit)historischer Aufarbeitung und Verantwortung klaglos zu Musik macht, die unbequem sein muss."       

 Kieler Nachrichten: "Andreas Brunn ruft immer wieder Erinnerungen an John McLaughlin wach. Sein Spiel und sein Kompositionstalent sind hintergründig und von intelligentem Witz; eine Jazzfuge wie „Wizards‘ Cube“ schreibt sich schließlich nicht von selbst“


SA 16:00 Uhr: Audiovisionen DJ-Set

 Die Gebrüder Teichmann spielen Musik aus ihrer Konzert-Reihe Audiovisionen

 

Die Gebrüder Andreas und Johannes Teichmann sind in Berlin ansässige elektronische Musiker, DJs, Labelmacher und Kulturaktivisten.

 

Geprägt hat beide die DIY Kultur und die elektronische Club-Szene in den 90er Jahren mit ihrer steten Suche nach Diversität und der spielerischen Lust an Improvisation und Transformation, aber auch ihre Kindheit im Jazzclub der Eltern, in dem sich, mitten in der bayerischen Provinz Ende der 70er, die Jazz-, Welt- und Krautrock-Musikszene die Klinke in die Hand gibt.

 

Nach ihren Anfängen im Punk entdecken beide die elektronische Musik und die DJ-Kultur und gestalten zwischen 1994 und 2000, auch als Veranstalter und durch das Erschließen neuer temporärer Räume, die Szene ihrer Heimatstadt. Dafür werden sie 2002 mit dem Kulturförderpreis der Stadt Regensburg ausgezeichnet.

Als elektronisches Live-Duo sind sie zunächst vorwiegend im Clubkontext zuhause. Sie veröffentlichen auf Labels wie KOMPAKT, Disko B, L´age D´or (beigeGT) oder ihrem bis 2011 geführten Label Festplatten und touren live und als DJs durch die Clubs Europas.

 

Doch irgendwann fühlen sie sich eingeengt bei den elektronischen Liveauftritten auf vorgefertigte Rhythmen und Sequenzen zurückzugreifen, und so entwickelten sie Techniken, die ein freieres und direktes Spiel mit den Maschinen und dadurch auch mit anderen Musikern erlauben. Dabei suchen und finden sie die Schnittstellen zu anderen Kulturen und Musiken.

 

So ist ihre Arbeit der letzten Jahre durch zahlreiche Kollaborationen geprägt: Mit dem Ensemble Modern oder dem Komponisten und Zitheristen Leopold Hurt, mit Musikern wie Christian Burchard von Embryo, Joachim Irmler von Faust, der New Yorker Perkussionistin Robyn Schulkowsky, der pakistanischen Gitarristin Ramsha Shakeel, dem jungen Jazzern des Melt-Trio, mit Techno-Produzenten wie Foremost Poets (New Jersey), Gary Martin (Detroit) oder Abe Duque (New York), mit dem nigerianischen Perkussionisten Wura Samba, angolanischen Kudoro-Künstlern, kenianischen Hip Hop MCs, aber auch mit ihrem Vater, dem Multi-Instrumentalisten Uli Teichmann und aktuell mit der Tänzerin und Choreographin Gisela Müller (Tanzfabrik, Berlin).

 

Neben der eigenen Musik entwickelten sie als Projektinitiatoren und Organisatoren mit dem Goethe-Institut u.a. die vielbeachteten Afrika-Europa Projekte BLNRB / Berlin-Nairobi oder das Folgeprojekt TEN CITIES, welches zehn afrikanische und europäische Szenen zusammenschließt. Das von ihnen entwickelte Format Soundcamp hat in Kooperation mit dem Goethe-Institut bis dato in Sri Lanka, Mexiko und Pakistan stattgefunden. Im Zuge der Soundcamps gründeten sich die Elektronik Ensembles Karachi Files und Mondmaschine. Workshops, Konzerte und Projekte brachten die Brüder in über 60 Länder, von denen viele selten auf den gängigen Tourplänen zu finden sind: u.a. Bangladesch, Afghanistan, Usbekistan, Honduras oder Angola.

  

Ihr 2015 gegründetes Label NOLAND bündelt diesen Weg vom Underground zum Interground.


SA 17:30 Uhr: Megatron Kollektiv

Experimental Ambient – Live

 

Sie kommen mit dem Zug oder auf dem Drahtseil. Das Personal dieses Kollektivs ist flexibel und wechselt je nach Konzept und Örtlichkeit. Zwischen Ambient und abstrakten Klangbildern geht es diesmal atmosphärisch hin und her. Das freie künstlerische Agieren unter Verwendung von elektronischem Equipment und verschiedenen Eigenbauinstrumenten verleiht dieser Musik etwas erfrischend Unseriöses. Wir hören Selbstgeschraubtes nach Art des Zufalls.


SA 19:00 Uhr: Die Sodbrenner

 Comedy und Nonsens pur - ein Fest für die Lachmuskeln

  

Man ist geneigt, zu glauben, den Künstlern dieser Show wäre Helmut Kohl auf Toastbrot erschienen. Es geht munter und schräg zur Sache in ihrer im Sod komplett verbrannten Raumkapsel. Wir dürfen mit an Bord. Allegorien über Allegorien stapeln sich wie aromatische Fleisch- und Gemüsestücke in einem herzhaft zubereiteten Döner Kebab. Natürlich kleckert dabei die fettige Knoblauch-Chili-Soße über unsere Klamotten, kommt am Ende heraus was herauskommt... Die Crew spielt das Beste aus ihren Programmen der letzten Jahre, zum Schreien komisch.


SA 20:30 Uhr: Lujah's Dub Station

 DJs – Massive Dub, Drum´n´Bass, Reggae… – Tanzmusik

 

Dub lässt sich vielleicht als eine musikalische Verbindung aus Bob Marley und Pink Floyd beschreiben. Dieser coole Stil wird seit Jahrzehnten quer über den Globus in Clubs und auf Festivals gefeiert. Heute steht er mit seinen verschiedenen Facetten für feines Audio Engineering und ein modernes, urbanes Lebensgefühl. Ein beseelter, rhythmischer Fusion Sound, der schnell unsere Herzen erreicht und an einem milden Berliner Sommerabend dazu einlädt, ausgelassen das Tanzbein zu schwingen.  


SA 22:00 Uhr: Gutenachtgeschichten für Erwachsene

mit Peter Gößwein, Erzählkunst

Vor alten Zeiten, als der liebe Gott noch selber auf Erden unter den Menschen wandelte, ...    


Sonntag, 19. August 2018


So 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr: Sonntagsmatinee

Frühstückstafel     

Jeder bringt Speisen, Teller und Geschirr, so wie es zu Hause auf

den Tisch gekommen wäre, und teilt es mit Vielen die das selbe

tun. Ein kurzweiliges Zusammenkommen, sich Kennenlernen und

das Leben im Quartier genießen.

Für Getränke und Gläser sorgt der KulturRaum Zwingli-Kirche.

 

Andreas Brunn

Jazz & Worldmusic – Kompositionen für 7-saitige Gitarre, Percussion und Looper

 

Ingólfur Vilhjálmsson

Verstärkte Bassklarinette und Kontrabassklarinette, vermischt mit elektronischen Klängen


So 12:00 Uhr: Kanchil und die Krokodile

Ravi Shrinivasan -  Kinderkonzert mit Geschichten                                                                     

Ravi Srinivasan, in Singapur geboren, in Malaysia aufgewachsen und mit klassischer europäischer wie mit indischer Musik sozialisiert, bringt den Kindern in einer spannend erzählten Musikgeschichte aus dem Dschungel von Borneo die Klangsphären Neuer Musik nahe.


So 13:30 Uhr: Puppe ´n Mucke

Puppen spielen Musik – Shou

Sie tanzen, singen, hüpfen und spielen trashigen Elektrorock in selbst gebastelten Puppenkostümen.


So 15:00 UHr: Das Synthetische Mischgewebe

Experimental Music Performance

 

Dieses lockere Ensemble gehört bereits seit Jahrzehnten zu den eigenwilligsten Erscheinungen der internationalen Musik- und Kunstszene. Man kommt aus dem Staunen nicht heraus, denn egal ob klangerzeugendes Spielzeug, magische Haushaltsgeräte, Motoren oder Noise-Generatoren, Chaospads, Delays, Computer und einiges mehr, hier wird sich auf höchst unkonventioneller Ebene der  schwingenden Luftmoleküle angenommen, die es zu bändigen gilt. Das Schlüsselwort heißt „Montage“. Dahinter stehen Leute mit Durchblick und vor allen Dingen viel Humor, Zeitgenossen, auf die man gerne trifft.                                   


So 16:30 Uhr: Der Metronom-Tanz

Tänzerin: Maria Cristina Canta

Regie/ Choreographie: Petr Manteuffel

 

 

Die Kirche und die rinnende Zeit. Ein kurzer Ausschnitt aus der Theater-, Pantomimen- und Tanzvorstellung, die 21./22. September ein Teil des Festivals „Stimmen des Kiezes“ sein wird. Das kleine Festival wird neben der vielgestaltigen Kirchenbespielung auch aus einer Lesung bestehen, welche die spezifische Atmosphäre der Zwingli-Kirche reflektiert, sowie aus Porträts interessanter Menschen, die im Rudolfkiez wohnen und arbeiten.


So 17:00 Uhr: P.Mastaz

 Puppen tanzen zum Elektrorock


So 18:00 Uhr: Der Metronom-Tanz

Wiederholung von 16:30 Uhr


So 19:00 Uhr: Unschuld und Verwüstung

Barbara Morgenstern – Piano, Keys, Vox, Elektronik

 Christian Biegai- Saxophon, Elektronik

Barbara Morgenstern´s neues Album „Unschuld & Verwüstung“ erscheint  im Oktober 2018, wir spielen in der Zwinglikirche bereits einige Stücke daraus. Entstanden ist das Album von 2017-2018, Harmonium und Piano + Eletronik bilden den Kern, Zithern, analoge Bässe, Beats und wunderbare Saxophon-Chords von dem Berliner Saxophonisten Christian Biegai treiben den Sound von der Unschuld in die Verwüstung.Live erwarten Euch: Loop-Exzesse, Soundscapes und Songs, Songs, Songs.


So 20:30 Uhr: Rusira Mixtett

Synergetischer Brass Jazz aus Berlin

 

Offiziell besteht diese Big Band aus 7 Bläsern von Tuba bis Flöte und einem Drummer. Wir treffen hier aber auch auf einen wilden Haufen von Berliner Musikern, die mit viel Liebe und Hingabe die Stücke von Ruth Schepers spielen, vom Marsch bis zum Salsa. Natürlich geht es vorrangig um Jazz im besten und lockersten Sinne des Wortes und der Freude an Zirkusmusik. Inspiriert von Thelonious Monk, Federico Fellini, Comic-Helden, guten Speisen und dem kulturellen Berliner Großstadtmultikulti erklingen Ruth Schepers fröhliche musikalische Szenarien. Lecker Brass! Synergie!


So 22:00 Gutenachtgeschichten für Erwachsene

erzählt von Peter Gößwein, Erzählkunst


An beiden Tagen:

Ausstellung des KulturRaum Zwingli-Kirche e.V.

 

Filme rund um den Rudolfplatzund zur Filmreihe Cinema+

 

Berlin Upper East Side

100 Jahre Alltag rund um den Rudolfplatz

 

Steine können sich nicht erinnern

Geschichten vom Rudolfplatz – gesammelt von Martin Wiebel

 

Der Film erzählt von der rund 100-jährigen Geschichte des Quartiers Rudolfplatz an der Stralauer Allee, wie ein Handtuch gelegen zwischen Spree und Schlesischer Eisenbahn, zwischen Oberbaum- und Elsen-Brücke, am schlafenden Osthafen und an der windigen Warschauer Brücke.

Der Autor hat Zeitzeugen gesucht, durch deren sprechende Erinnerung die Geschichte des Viertels vor dem Vergessen bewahrt werden soll.                                              

 

Berliner Lichter

Die NARVA Abwicklung

                                           

Geschichten vom Oberbaum

Die Chronik einer Brücke, Thomas Metzkow, 1995

 

Geschichte hat einen Ort Kriegsende – 24. April 1945

 

 

La Cupola von Volker Sattel D 2016, 40 min

 

Portrait eines Hauses ohne tragende Wände. Eine kühne Kuppel aus Beton, ein Open Space –gelegen inmitten bizarrer Felsformationen einer schroffen Küste aus rötlichem Gestein. Ende der 60er Jahre beauftragten die Schauspielerin Monica Vitti und der Regisseur Michelangelo Antonioni den Architekten und Weggefährten Dante Bini ihnen ein Haus nach ihren Vorstellungen zu bauen.


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Programm-Flyer
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