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Jedes Unglück hat ein Glück in sich

Friedrichshainer Lebenserinnerungen von Ingrid Bork, Band I der Edition "Zeitzeugen-Werkstatt"

"... Kaum jemand wird sich noch erinnern, daß im Haus der Beymestraße 8 ein Kuhstall war. Richtig mit Kühen, Mist und einer Katze. Vormittags nach dem Melken und abends nach dem Spätmelken gingen die Hausfrauen mit der Milchkanne aus Aluminium mit Deckel und Tragehenkel, dem Schlenzkessel, und holten dort frisch gemolkene Milch ..."

So aus den Erinnerungen der Ingrid Bork aus den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. Die Beymestraße im Stadtteil Berlin-Friedrichshain, nahe dem Rudolfplatz, heisst heute Lehmbruckstraße, das Viertel Oberbaum-City und Milch gibt es nur im Supermarkt. Von der Beymestraße steht heute nur noch eine Straßenseite, mehr als 60 Jahre nach Kriegsende 1945.

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East Side Story - Biografie eines Berliner Stadtteils

Martin Wiebel hat ein ganz persönliches Buch über seinen Kiez zwischen Stralau und Warschauer Brücke geschrieben.

Diese Stadtteil-Biografie ist keine aus Fakten, Fotos und Kaderakten montierte Heimatkunde. Vielleicht mehr eine filmische Collage, die das historische Material nicht linear zu einem Bild zusammensetzt, das wir von diesem illustren Teil Berlins nicht besaßen.

"Hier sucht einer Geist und Seele des vor hundert Jahren verspätet in die Gründerzeit und zu früh in die Moderne gefallenen Quartiers zu beleuchten, das trotz Osram – später Narva Glühlampenwerk – nie im Glanz der Großstadt erstrahlte." (TIP 04/2005)

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DVD Berlin Upper East Side - 100 Jahre Alltag rund um den Rudolfplatz

Dokumentation/Multivision zur gleichnamigen Ausstellung in der Zwingli-Kirche 2008, die von fast 6.000 Menschen besucht wurde. Interessant für alle, die keine Gelegenheit hatten, die Ausstellung zu sehen oder sich über die Geschichte des Quartiers am Rudolfplatz informieren möchten.

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DVD Steine können sich nicht erinnern - Geschichten vom Rudolfplatz

Dieser Film erzählt von der rund 100-jährigen Geschichte des Quartiers rund um den Rudolfplatz an der Stralauer Allee - wie ein "Handtuch" gelegen zwischen Spree und Schlesischer Eisenbahn, zwischen Oberbaum- und Elsenbrücke, am schlafenden Osthafen und an der windigen Warschauer Brücke. Durch die sprechende Erinnerung der Zeitzeugen, die Martin Wiebel getroffen hat, soll die Geschichte des Viertels vor dem Vergessen bewahrt werden.

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Postkarten-Set

Postkarten-Set
mit 10 Motiven aus 100 Jahren Alltagsleben
rund um die Zwingli-Kirche und den Rudolfplatz


8,00 €

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Jan Feustel - Kirchen zwischen Mietskasernen - Architektur- und Sozialgeschichte der Kirchen in Berlin am Beispiel des Bezirks Friedrichshain

 

ISBN 978-3-932837-06-7

14x20cm, 288 Seiten, 137 Bilder,
21 Kartenausschnitte

 

... Berlin galt im späten 19. Jahrhundert als unchristlichste Großstadt Europas! Zwischen jenen gleichförmigen Straßenfluchten und den Häusern, an denen – wie es Heinrich Zille ausdrückte – »alles schlecht war außer der Akustik«, wuchsen dennoch Kirchen empor. Mit hohen Türmen, reichgeschmückten Fassaden und weiten, ausgemalten Gewölben kontrastierte ihre prunkvolle architektonische Erscheinung zu der in jeder Hinsicht tristen Umgebung. Daß die armen Vorstadtgemeinden so prächtige Gotteshäuser erhielten, verdanken sie vor allem Allerhöchster Kirchenbaupolitik: Man kann es an den Erbauungszeiten der Kirchen gerade im Stadtbezirk Friedrichshain ablesen, welche Herrscher auf dem preußischen Thron sich besonders engagierten gegen jene »kirchlichen Notstände«. Der tief gläubige Friedrich Wilhelm IV. trieb den Bau der Gotteshäuser im zuerst urbanisierten Westteil des Bezirkes voran. Und viele der östlicher gelegenen Kirchenbauten verdanken ihre Entstehung dem Evangelischen Kirchenbau-Verein, der unter dem Protektorat der Kaiserin Auguste Victoria stand. Hatte doch ihr Gatte, der »Kaiser und König« Wilhelm II., deutlich formuliert, daß die Bemühungen um neue Gemeinden und Kirchenbauten, um eine stärkere Intensität christlichen Lebens »der wirksamste Schutz gegenüber den grundstürzenden Tendenzen einer glaubenslosen und anarchistischen Partei«, also der Sozialdemokratie, seien. Wie man auch zu jenem staatspolitischen Hintergrund stehen mag – diese Kirchen stellen vielfach Meisterleistungen der zeitgenössischen Architektur dar. Namen bedeutender Architekten des 19. Jahrhunderts wie Stüler, Strack, Blankenstein und Möckel verbinden sich mit den Sakralbauten Friedrichshains. Nachdem derweil auch die ästhetischen Qualitäten der historistischen Baukunst anerkannt werden, weisen jene Gotteshäuser dem Betrachter beeindruckende Fassaden und Türme, aber auch monumentale Innenräume aus dem Zeitalter der »Neo-Stile« vor – wenn sie denn erhalten blieben.

 

Kritiken:

... In achtzehn Kapiteln beschreibt Feustel die Kirchenbauten des Bezirkes, der heute schon fast in der Mitte Berlins liegt. Echte Entdeckungen sind zu machen … Die zusammengetragenen historischen Photographien sind eine Fundgrube, die Lagepläne zu jedem Bau eine sehr nützliche Orientierungshilfe für all jene, die diesen Bezirk immer noch nicht kennen, und für den Fall, daß die beschriebene Kirche nicht mehr steht. Denn auch im Friedrichshain machte der Zweite Weltkrieg vor den Kirchenmauern nicht halt, und auch diese hat der Autor in sein Buch aufgenommen. Die Baugeschichten und -beschreibungen der einzelnen Gebäude, ihre »Lebensläufe« sind außerordentlich ertragreich recherchiert, die Texte anregend zu lesen...

(Verein für die Geschichte Berlins, gegr. 1865 Mitteilungsblatt Heft 1/2000
Dr. Gerhild H. M. Komander )



Ein Buch erzählt die Geschichte der Friedrichshainer Kirchen
... Vor dieser Geschichtskulisse ist nun ein Buch erschienen, dessen Verfasser Jan Feustel spannende Kapitel der Berliner Architekturgeschichte kundig und unterhaltsam am Beispiel von Gotteshäusern aufblättert. Eine lohnende Lektüre nicht nur für Protestanten und Katholiken, zumal viele historische Ausflüge über die örtlichen Grenzen weit hinausreichen...

(DER TAGESSPIEGEL Nr. 16 713 / Sonntag 6. Juni 1999, Christoph Stollowsky)



Altar gegen soziales Aufbegehren
... Gerade die kleinen katholischen Gemeinden bekamen keinen Pfennig von der Stadt Berlin und dem Kaiser. So gingen die Pfarrer auf sogenannte Betteltouren und verschickten Bettelbriefe. Bekannt ist, daß ein Pfarrer aus Bayern wegen eines solchen Briefes ein Strafmandat erhielt, weil den Preußen in Bayern das Betteln verboten war... Das Buch von Jan Feustel steckt voller unterhaltsamer Anekdoten und vermittelt so nicht nur die Kirchenbaugeschichte sehr plastisch, sondern auch die Stimmungen und Überzeugungen in der Gesellschaft im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts...

(Wochenblatt vom 6. Mai 1999, Sell)



.. Insgesamt darf man sagen, dieses - leider nicht billige - Buch in einem kleinen Verlag erschienen, lohnt den Kauf, denn es gibt wohl nirgendwo anders eine derart zuammenfassende Darstellung der Kirchengeschichte eines Berliner Bezirks...

(Katholische Kirchenzeitung des Bistums Berlin, Nr. 31 vom 8. August 1999)

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