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Kommende Veranstaltungen:

Audiovisionen: Transistors of Mercy

Donnerstag, 18. Mai 2017, 19 Uhr

Echtzeit Improvisations Konzert mit 4 Musikern und Installations Charakter.

Kaum eine andere Band macht es Aussenstehenden schwerer sich ein Bild von ihr zu machen wie Transistors Of Mercy. Sie lehnen Pressetexte ab, es existiert kaum ein Foto, das alle vier Musiker zusammen abbildet, und unter der offiziellen Website <http://transistors-of-mercy.net/> findet sich lediglich eine Sammlung von Albumcovern.

Diese vermeintliche Diskografie entpuppt sich bei genauerer Betrachtung allerdings als Sammlung von Artworks zu verschiedenen Live Performances. Und genau hierüber gelingt der einzige Zugang zu den Transistors: Man muss sie gesehen haben, diese Überwindung der Grenzen zwischen Konzert und Klanginstallation, die Gegenüberstellung von Elektronik und Akustik, oder wie TOM in ihren (bis zu zehn-stündigen) Sessions einen Raum in synergetische Momentaufnahmen zwischen Dissonanz und Harmonie verwandeln.

Auch schwer fällt es über die genauere musikalische Ausrichtung eine Prognose abzugeben. Zwar lassen sich bestimmt Einflüsse aus Drone/Ambient, Dub, Techno, der 80er Subkultur oder krautigem finden, doch die trippigen Soundcapes entstehen aus der Improvisation in Echtzeit; unvorhersehbar aber organisch und nachvollziehbar. Als Instrumentarium dienen vor allem analoge Synthesizer und Schlagwerk, z.T. von den Musikern selbst gebaut und erheblich modifiziert, oder beinahe missbräuchlich eingesetzt.

Zu TOMs bedeutendsten Performances mit Installationscharakter zählten in den letzten sieben Jahren unter anderem der “Live Soundtrack for a Lunar Eclipse” (15.06.2011) sowie der fünfteilige Zyklus “Flood” (2011-2015) im großen Becken des, mittlerweile abgerissenen, Stattbad Berlin (Wedding).
Der Raum der Zwinglikirche birgt grosses Potential hier anzuknüpfen.

 

Eintitt:8 Euro, ermäßigt 6 Euro.

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Pfarrers Kinder - Punks, Politiker und Philosophen

Freitag, 19. Mai 2017, 19 Uhr

Reihe Kino im Quartier

Dokumentarfilm von Angela Zumpe, D 2016

 

Der etwas andere Blick auf die »ideale Familie« seit Luther Im deutschen Pfarrhaus ist Martin Luther neben Jesus Christus der zweite Säulenheilige. Evangelische Pastoren – die „Hirten“ – sollten nach dem Willen der Reformatoren ihre Schafe seelsorgerisch und erzieherisch zugleich betreuen, auf dass die Welt gebildeter und sittsamer werde: mit der eigenen Familie und dem Pfarrhaus als beständigem Modellversuch. Ist von alledem nur ein „Erinnerungsort“
der deutschen Kulturgeschichte geblieben, eine „Hall of Fame“ von Gelehrten, Schriftstellerinnen und Philosophen?

Die Erwartungen einer Kirchengemeinde an eine Pfarrerstochter in den 60ern ist leicht zu benennen: Weniger frech als ihre Freundinnen hatte sie zu sein, weniger lustig und weniger egoistisch. Hier waren Spannungen vorprogrammiert. Die Filmemacherin Angela Zumpe beginnt ihre Erzählung aus der Perspektive der pubertierenden 16 Jährigen und den alten Super-8-Filmen aus dieser Zeit, um ihre eigenen Erfahrungen dann im Gespräch mit anderen Pfarrerskindern zu vergleichen: Die einen hat die Berufswahl ins Pfarrhaus zurückgeführt, andere haben sich weit davon entfernt.


Der Film fragt, wie es im Pfarrhaus heute aussieht, in traditionellen oder veränderten Familienkonstellationen. Pfarrerskinder geben Auskunft über ihre Jugend, über Privileg, Last und nicht zuletzt Nachwirkung dieser Herkunft in den eigenen Lebensläufen.

 

Produktion: MiriquidiFilm Michael Geidel
paste up production Angela Zumpe

 

Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.

 

gefördert von

 

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